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Härtefallanträge

Das Gleichstellungsbüro unterstützt Studierende bei Härtefallanträgen, die sich auf die Vereinbarkeit von Familie und Studium beziehen. Diese Art von Härtefallanträgen können von Studierenden aus verschiedenen Gründen bei den jeweilgen Prüfungsämtern gestellt werden.

Das folgende Interview, welches die Referentin der Gleichstellungsbeauftragten Frau Marion Wenzel am 06.04.2011 für fudder.de gegeben hat, soll beispielhaft darstellen, in was für einem Fall ein Härtefallantrag sinnvoll sein kann:

 

"Welche Möglichkeiten haben Studierende mit Kind, wenn ihr Kind krank ist und sie deswegen nicht an einer Prüfung teilnehmen können?

In diesem Fall kann die bzw. der Studierende beim zuständigen Prüfungsamt eine Krankmeldung des Kindes einreichen. Der Prüfungsausschuss kann dann individuell entscheiden, ob die bzw. der Studierende die Leistung innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit erbringen oder die Prüfung im Folgesemester erneut anmelden kann.

Das heißt, das Prüfungsamt ist nicht verpflichtet, der bzw. dem Studierenden den Rücktritt von der Anmeldung zur Prüfung zu gestatten?

Nein, diese Regelung gibt es nicht. Wir haben aber in den letzten Jahren mit allen Prüfungsämtern durchweg gute Erfahrungen gemacht. Es ist mir kein Fall bekannt, in dem es den Studierenden, die ein Attest des Kinderarztes vorlegen konnten, verwehrt wurde eine verlängerte Bearbeitungszeit in Anspruch zu nehmen oder aber von der Anmeldung zurückzutreten.

Und was machen die Studierenden, wenn das zuständige Prüfungsamt den Antrag auf Verlängerung der Bearbeitungszeit bzw. Rücktritt doch ablehnt?

Der Universität Freiburg ist sehr an der Vereinbarkeit von Studium und Familie gelegen. Sollte es doch einmal zu Schwierigkeiten mit einem Prüfungsamt kommen, können sich die Studierenden an die Gleichstellungsbeauftragte der Universität wenden, sie wird sich um eine Lösung des Problems bemühen. Im Jahr 2010 wurde die Gleichstellungsbeauftragte ein einziges Mal in einem solchen Fall aktiv; ein Brief an den zuständigen Prüfungsausschuss konnte denn auch für Klärung sorgen.

Gibt es Pläne, eine Regelung für Fälle dieser Art in den Prüfungsordnungen zu verankern?

Mit jeder Anfrage im Gleichstellungsbüro vonseiten studierender Eltern taucht diese Überlegung wieder auf. Tatsächlich ist eine Regelung wünschenswert; wir sind hier um eine grundsätzliche Lösung bemüht."

(Quelle: fudder.de/artikel/2011/04/06/was-studierende-tun-koennen-wenn-ihr-kind-krank-wird/)

 

 

Bitte zögern Sie nicht, bei Schwierigkeiten das Gleichstellungsbüro unter der Telefonnummer 0761 203 4222 bzw. unter der Adresse gleichstellungsbuero@uni-freiburg.de zu kontaktieren.